Aktuelles

Fortbildungen für Lehrkräfte zu Postkolonialismus und Demokratie
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern organisieren wir im Studienhaus Wiesneck im Frühjahr 2023 zwei wissenschaftlich-fachliche Fortbildungen für Lehrkräfte aus BaWü mit renommierten Referent*innen aus Wissenschaft und Praxis.
Die erste Fortbildung vom 20.-22.03. widmet sich dem Thema Dekolonialisierung aus unterschiedlichen Perpektiven, die zweite Veranstaltung vom 14.-16. Juni beleuchtet aktuelle Herausforderungen unserer Demokratie.
Weiter Informationen zu den jeweiligen Fortbildungen und den Anmeldemodalitäten finden Sie unter Lehrkräfte.

Fachtagung der Ost-West-Institute – Zeitenwende in Europa
Vom 3.-4. November 2022 trafen sich die Mitgliedseinrichtungen der Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute, denen das Studienhaus Wiesneck angehört, im Gesamteuropäischen Studienwerk in Vlotho, um über die Zeitenwende in Europa durch den Angriff Russlands auf die Ukraine zu diskutieren. Impulsgeber für die Diskussionen waren jeweils Expertenvorträge, unter anderem unseres Kollegen Dr. Uwe Berndt, die von Erklärungsansätzen für den Angriff Russlands über Möglichkeiten zur seriösen Nachrichtenbeschaffung bis hin zu politischen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges reichten. Hier finden Sie den ausführlichen Tagungsbericht (PDF).
Informationen zur Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute finden Sie auf der Homepage.
Das Studienhaus Wiesneck trauert um Dr. Conchita Hübner-Oberndörfer
Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir erfahren müssen, dass Frau Dr. Conchita Hübner-Oberndörfer am 8. September 2022 nach schwerer Krankheit in Rostock verstorben ist.
Frau Dr. Conchita Hübner-Oberndörfer hat die Arbeit im Studienhaus Wiesneck seit 1997 als Mitglied unseres Trägervereins und ab 2020 als Mitglied des Vorstands mit großer Sachkenntnis und herausragendem Engagement unterstützt. In der berühmten Leipziger Historikerschule ausgebildet war sie von 1991 bis 2019 an der Universität Rostock am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften als Akademische Oberrätin tätig. Hoch geschätzt von ihren Studierenden, Kolleginnen und Kollegen aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung und wissenschaftlichen Arbeiten hat sie unserer Arbeit immer wieder mit ihren Impulsen bereichert und uns als kompetente Ratgeberin auch in inhaltlich-didaktischen Fragen zur Seite gestanden.
Wissenschaftlich gearbeitet hat Frau Dr. Conchita Hübner-Oberndörfer vor allem zu Transformationsprozessen und der Stellung von Frauen vor und nach 1989 – dabei insbesondere zum Themenfeld Frauen und Politik. Zu erwähnen ist hier u.a. ihre grundlegende Studie zum Bildungswesen Mecklenburg-Vorpommerns in der Zeit der DDR. Mit großer Empathie hat sie in Rostock die akademische Ausbildung von Generationen Studierender kompetent und prägend begleitet. Auch in ihrem Ruhestand blieb sie dem Alumni-Verein ihrer Universität eng verbunden und wirkte mit Engagement ehrenamtlich im Vorstand des Frauenbildungsnetz Mecklenburg-Vorpommern.
Mit Frau Dr. Conchita Hübner-Oberndörfer verlieren wir eine kluge und engagierte Ratgeberin unserer Arbeit im Studienhaus Wiesneck, eine hervorragende Wissenschaftlerin und eine hochgeschätzte, stets herzliche und zugewandte Kollegin. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Tagen ihrer Familie und ihrem Ehemann Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Oberndörfer, Ehrenvorsitzender des Trägervereins des Studienhaus Wiesneck. Ihr Andenken werden wir in höchsten Ehren bewahren.
Für die Mitarbeitenden des Studienhaus Wiesneck und die Mitglieder des Trägervereins,
Prof. Dr. Ulrich Eith und Prof. Dr. Beate Rosenzweig, Institutsdirektion
Prof. Dr. Gerd Mielke, Erster Vorsitzender des Trägervereins

Fachtag zu digitaler politischer Jugendbildung
Hier finden sie den Programmflyer zur Veranstaltung mit weiteren Informationen.

Fortbildungen für Lehrkräfte zur Ökologischen Transformation und zu Klimapolitik im Herbst 2022
Im Herbst 2022 stehen im Studienhaus Wiesneck wieder zwei spannende Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und Multiplikator*innen mit hochkarätigen Referent*innen an.
In Kooperation mit der Ludwig-Erhard-Stiftung findet zunächst vom 24.-26. Oktober die Fortbildung „Ökologische und digitale Transformation – Zukunftsfragen der Sozialen Marktwirtschaft“ statt. Die Fortbildung thematisiert Fragen des nachhaltigen Umbaus von Wirtschaftsabläufen sowie des Umgangs mit Systemkonkurrenz und fortschreitender Digitalisierung.
Vom 5.-7. Dezember 2022 schließt sich dann eine Fortbildung mit dem Titel „Endstation Klimakrise – Klimapolitik auf dem Prüfstand“ an. Diese Fortbildung organisieren wir in Zusammenarbeit mit der Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung BW. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage der angemessenen poltischen Reaktion auf die Herausforderungen des Klimawandels sowie dem aktuellen Spagat zwischen Energiesicherheit und Klimaschutz.
Die Fortbildungen richten sich an Lehrkräfte aller Schularten aus den Fachbereichen Gemeinschaftskunde, Geschichte, Wirtschaftslehre, Geographie und Ethik. Wir bitten Interessent*innen um eine zeitnahe Anmeldung!
Die detaillierten Programme und die jeweiligen Anmeldemodalitäten finden Sie unter: Fortbildungen.

Jugendbegleiter-Fachtag
Ziel der Aktionsinseln war die Vorstellung von unterschiedlichen Angeboten der politischen Bildung. Unsere Mitarbeiter Herr Eith und Herr Schärdel präsentierten zwei aktuelle Angebote des Studienhauses:
Im Rahmen des mit Bundes- und Landesmitteln geförderten Programms „Aufholen nach Corona“ wurde das Programm „Für demokratische Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ vorgestellt. Hierbei können die Jugendlichen ganz nach ihrem Interesse aus verschiedenen Modulen von Vorurteilen und Diskriminierung über demokratische Rechte bis hin zu Meinungsfreiheit und Medienkompetenz wählen.
Weitere Informationen
Für unser Seminarangebot im Bereich der Europäischen Integration konnten die Besucher*innen des Fachtags unser selbst entwickeltes Tablet-basiertes Escape Game „Die Entführung Europas“ zu den Grundlagen der Europäischen Integration ausprobieren. Mit der App Actionbound werden die Teilnehmenden hier durch einen Kriminalfall geleitet und bekommen dabei mit Hilfe von digitalen und analogen Materialien Einblicke in Geschichte, Institutionen und Motive der Europäischen Union sowie in konkrete Politikfelder.
Weitere Informationen

Ukraine-Krieg – Zeitenwende in der Politik?
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage des Kolleg St. Sebastian unter folgendem Link:

Für den Ausbau der politischen Jugenbildung – Stellungnahme der GEMINI
Die Gemeinsame Initiative der Träger politischer Jugendbildung (GEMINI) im Bundesausschuss politische Bildung (bap) hat eine Stellungnahme zur aktuellen Bedeutung politischer Jugendbildung verfasst, in der sie für eine Stärkung der politischen Jugendbildung wirbt. Politische Bildung ist ein wichtiges Instrument zur Unterstützung der Demokratie in unserem Land. Sie greift aktuelle Sorgen und Anliegen junger Menschen in ihren Angeboten auf und macht sie mit Formaten, didaktischen Ansätzen und Materialien zu Themen politischer Bildung. Sie unterstützt Jugendliche dabei, Ideen für die Zukunft zu entwickeln und ihre Standpunkte und Interessen demokratisch zu vertreten. Die GEMINI fordert daher die Bundesregierung dazu auf, den Kinder- und Jugendplan und das Programm politische Jugendbildung bedarfsgerecht auszustatten, bewährte Verfahren der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zu stärken und zu flexibilisieren, sowie erfolgreiche Sonderprogramme zu verstetigen.
Das Studienhaus Wiesneck ist als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V. Teil der GEMINI und teilt den Text hier im Wortlaut:

„Über Krieg sprechen“ – Stellungnahme der GEMINI
Die Gemeinsame Initiative der Träger politischer Jugendbildung (GEMINI) im Bundesausschuss politische Bildung (bap) hat eine Stellungnahme zur Bedeutung politischer Jugendbildung im Umgang mit dem Krieg in der Ukraine verfasst. Der russische Krieg gegen die Ukraine trifft auf eine Jugend, die durch zwei Jahre Pandemie bereits sehr verunsichert ist und auf viele zur Lebensphase Jugend gehörende Erfahrungen verzichten musste. In der Corona-Pandemie fühlten sich Jugendliche zudem in ihren Anliegen und Unsicherheiten von Politik und Gesellschaft nicht wahrgenommen. Die Träger der GEMINI sehen es als ihre vornehmste Aufgabe an, mit ihren Angeboten der außerschulischen Bildung Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, Räume für ihre Fragen, Unsicherheiten und Anliegen zu schaffen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Geschehnissen zu begleiten.
Das Studienhaus Wiesneck ist als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V. Teil der GEMINI und teilt den Text hier im Wortlaut:

Das Studienhaus Wiesneck trauert um Prof. Dr. Günter C. Behrmann.
Als Professor für Didaktik der politischen Bildung – zunächst an der Universität Osnabrück und dann von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2010 an der Universität Potsdam – sowie als sachkundiger Praktiker der politischen Bildungsarbeit hat er uns immer wieder wertvolle inhaltliche Impulse für unsere Arbeit gegeben. Vielfach brachte er seine Fachexpertise zudem als Referent bei Veranstaltungen des Studienhaus Wiesneck ein, bei Fortbildungen für Lehrkräfte, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sowie Fachtagungen für die interessierte Öffentlichkeit. So diskutierte Prof. Behrmann 2001 anlässlich unseres Symposions „10 Jahre Deutsche Einheit“ über Ansätze, Methoden und Ziele der politischen Bildung zur Fortführung des Vereinigungsprozesses. 2002 engagierte er sich konzeptionell und als Diskussionsleiter bei unserem Symposion „Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft – Ein Gesellschaftsmodell der Zukunft?“. 2009 bereicherte Prof. Behrmann die Festveranstaltung „50 Jahre Studienhaus Wiesneck“ mit einem programmatischen Beitrag zur Geschichte und Gegenwart der politischen Bildung in Deutschland. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Trägervereins 2014 referierte er zur Bedeutung der Akademie für politische Bildung Tutzing und des Studienhaus Wiesneck für die Neuorientierung der politischen Bildung in der Bundesrepublik Deutschland.
Darüber hinaus stand er den Dozierenden und insbesondere auch der Direktion des Studienhaus Wiesneck über all die Jahre hinweg mit Rat und Tat zur Seite. Er stellte uns sein fachliches Netzwerk zur Verfügung, diskutierte mit uns aktuelle Entwicklungen der politischen Bildungsarbeit und beriet uns bei strategischen Entscheidungen zur Weiterentwicklung unserer Arbeit. In seine Zeit als Vorstandsmitglied und insbesondere als Vorsitzender des Trägervereins fallen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen unseres Tagungshauses, bei deren Konzipierung und Finanzierung uns Prof. Behrmann immer bestens unterstützte.
Prof. Behrmann ist am 27.3.2022 im Alter von 81 Jahren in Potsdam verstorben. Wir werden seinen Rat und seine Unterstützung sehr vermissen und bewahren sein Andenken in höchsten Ehren.
Für die Mitarbeitenden des Studienhaus Wiesneck und die Mitglieder des Trägervereins,
Institutsdirektion Prof. Dr. Ulrich Eith und Prof. Dr. Beate Rosenzweig
Ehrenvorsitzender des Trägervereins Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Oberndörfer
Erster Vorsitzender des Trägervereins Prof. Dr. Gerd Mielke